WORK, LIFE & BALANCE

Toxisch oder nur müde? Der ehrliche Check für deinen Job-Alltag

Wir arbeiten in einer Branche, die von Ästhetik, Strahlkraft und Leidenschaft lebt. Aber was, wenn der eigene „Glow“ erlischt? Wenn das Lächeln am Counter schwerfällt oder die Energie in der Kabine einfach nicht mehr reicht? Wenn die Begeisterung für deinen aktuellen Arbeitsplatz irgendwo zwischen Montagsmeeting, Produktpräsentation und Überstunden verloren gegangen ist.

Bevor du alles hinschmeißt oder dich resigniert abfindest, ist es Zeit für eine ehrliche Bestandsaufnahme: Ist dein Job gerade nur eine Belastungsprobe oder ist er schlichtweg am Ende?

Gerade weil wir in der Branche mit viel Herzblut arbeiten, fällt es uns oft schwer, die Reißleine zu ziehen. Oft versuchen wir, uns mit logischen Argumenten zu beruhigen: „Das Gehalt ist doch okay“ oder „Die Kollegen sind eigentlich nett“. Wir hoffen auf Besserung, schlucken Frust runter und funktionieren weiter. Doch dein Bauchgefühl schlägt meistens schon Alarm, lange bevor dein Kopf die Kündigung schreibt. Um den nächsten Schritt im Karriere-Circle zu gehen, musst du wissen, wo du stehst. Ist es nur eine stressige Phase oder ist es Zeit, Platz für etwas Neues zu machen?

Die 5 Warnsignale: Zeit für den Schlussstrich?

Wenn du mehr als drei dieser Fragen mit einem klaren „Ja“ beantwortest, ist es wahrscheinlich kein vorübergehendes Tief, sondern ein tieferliegendes Problem:

  1. Die Sonntags-Angst: Bekommst du schon am Sonntagnachmittag schlechte Laune oder körperliche Symptome (Herzklopfen, Magendruck), wenn du an dein Team oder deinen Chef denkst?

  2. Wertschätzung gleich Null: Hast du das Gefühl, dass deine Expertise – egal ob in der Kabine, am Counter oder im Vertrieb – überhaupt nicht mehr gesehen wird, sondern nur noch „Dienst nach Vorschrift“ zählt?

  3. Werte-Clash: Musst du dich verbiegen, um die Philosophie deines Arbeitgebers zu vertreten? (Z. B. Verkaufsdruck gegen deine Überzeugung oder mangelnde Nachhaltigkeit).

  4. Kein Licht am Ende des Tunnels: Glaubst du ernsthaft daran, dass sich in sechs Monaten etwas zum Besseren verändert hat? Wenn die Antwort „Nein“ ist, wartest du auf ein Wunder, das nicht kommt.

  5. Energieraub statt Energiefluss: Kommst du jeden Abend völlig leer nach Hause und hast keine Kraft mehr für dein eigenes Leben? Ein Job sollte dich fordern, aber nicht aussaugen.


„Nur müde“ – Was du jetzt tun kannst

Wenn der Check zeigt, dass das Fundament eigentlich noch stimmt, du aber einfach ausgebrannt bist, liegt es oft an den Rahmenbedingungen, nicht am Job selbst. Hier hilft kein Kündigungsschreiben, sondern ein Boxenstopp:

  • Grenzen ziehen: Prüfe, ob du Aufgaben übernommen hast, die gar nicht in deinen Bereich gehören. Ein klares Nein zu „Extras“ kann Wunder wirken.

  • Das Gespräch suchen: Oft wissen Vorgesetzte gar nicht, wie belastet du bist. Schlag konkrete Änderungen vor (z.B. andere Schichtzeiten, Fokus auf bestimmte Treatments oder ein fester Tag für administrative Aufgaben).

  • Inspiration von außen: Manchmal ist man betriebsblind. Besuche eine Schulung oder ein Event, um den „Glow“ für dein Handwerk wiederzufinden.


Wenn es toxisch ist: Neustart statt Stillstand

Wenn Misstrauen und Druck im Unternehmen zum Dauerzustand werden oder du beruflich komplett auf der Stelle trittst, ist das kein Schicksal, das du aussitzen musst. Gehen hat nichts mit Scheitern zu tun – im Gegenteil: Es ist die Entscheidung für deine eigene Professionalität. Dein Talent verdient einen Ort, an dem du nicht nur ablieferst, sondern wieder mit echter Freude arbeitest.

Hör auf dein Bauchgefühl. Meistens weiß es längst, dass dein nächstes Match woanders wartet.

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