Wie dein Lebenslauf wirklich gelesen wird – und warum „hübsch“ nicht alles ist. Hier erfährst du, was dein CV heute wirklich braucht und was du besser weg lässt.
Ein Lebenslauf ist heute ein bisschen wie ein Datingprofil: Du willst, dass er auffällt – aber bitte aus den richtigen Gründen. Und genau hier beginnt die Herausforderung:
Während du versuchst, mit Stil, Persönlichkeit und Canva-Designs zu glänzen, entscheidet im Hintergrund manchmal erst ein Computer, ob dein Lebenslauf (CV) überhaupt auf dem Schreibtisch der Personalabteilung landet. Viele nennen das ein ATS-System – das steht für Applicant Tracking System. Kurz gesagt:
Ein digitales Sortierprogramm, das Lebensläufe scannt, filtert und vorsortiert, bevor eine echte Person sie liest. Auch in vielen Unternehmen der Beauty-Branche ist das inzwischen üblich. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie dein CV nicht nur für Menschen, sondern auch für diese Programme funktioniert.
Also: Was braucht ein CV heute – und was lässt du besser weg?
Willkommen im BJA-Guide, speziell für alle, die im Retail, Kosmetik, Spa, Parfümerie oder Salon arbeiten und sich nicht durch 100 Bewerbungstipps wühlen wollen.
Wie HR Lebensläufe wirklich liest? Oft Computer zuerst, Mensch danach
Viele Bewerbende glauben, ein Recruiter öffnet jede Datei einzeln. Schön wäre es – aber in der Realität läuft es oft so:
Heißt: Wenn dein Lebenslauf vom System nicht gelesen werden kann, wird er auch von HR nicht gelesen.
ATS: Was ist das – und warum betrifft es dich?
ATS-Systeme sind digitale Filter, die Lebensläufe scannen und sortieren, bevor ein Mensch sie sieht. Und auch im Beauty- und Retailbereich werden sie von vielen viele Unternehmen inzwischen genutzt – ob Konzern oder Parfümerie-Kette.
✔ ATS-Systeme suchen nach:
Im Beauty- und Retailbereich nutzen viele Unternehmen inzwischen ATS – vom Konzern bis zur Parfümerie-Kette.
Wichtig: Ein ATS „liest“ keine Design-Experimente, keine kunterbunten Tabellen und keine Texte, die in Kästchen versteckt sind. Es scannt klaren Text, logisch sortiert.
Canva-Designs: Hübsch, ja – aber häufig problematisch
Viele lieben die stylischen Canva-Vorlagen - und ja, sie sehen wirklich gut aus.
Aber X manche Designs funktionieren schlecht, weil ATS-Systeme häufig Probleme mit grafischen Layouts haben.
Unsere Empfehlung: ✔ Canva ja – aber schlicht.
Nur deine bisherigen Positionen auflzulisten - reicht das?
Viele im Parfümerieverkauf, Retail oder in der Kosmetik denken: „Der Jobtitel reicht, die wissen doch, was man da macht!“
Leider nein.
Computer und Menschen wollen neben den üblichen Informationen auch konkreten Kontext. D.h. idealerweise 2–3 kurze Stichpunkte zu jeder Station.
✔ Was rein gehört:
Hier ein paar Impact-Beispiele:
Kein Anschreiben gefragt? Dann darf dein CV mehr erzählen.
Viele Unternehmen verzichten inzwischen auf ein Anschreiben.
Heißt: Dein CV enthält im besten Fall
✔ Ein persönliches Kurzprofil (3–4 Sätze) ganz oben, unter dem Namen
Zum Beispiel:
„Erfahrene Beauty Consultant mit starker Serviceorientierung, sicher in Beratung, Verkauf und Markenpräsentation. Freude an Teamarbeit und Kundenbegegnung. Flexibel einsetzbar und motiviert, sich weiterzuentwickeln.“
Dieses Mini-Profil ersetzt zu 80 % das klassische Anschreiben.
Dateiname: Der unterschätzte Profi-Move
Auch das ATS liest Dateinamen.
X Bitte nicht:
✔ Sondern:
Und immer als PDF, niemals als Word- oder Bild-Datei.
Die wichtigsten Must-haves auf einen Blick
✔ Hier die ATS-Checkliste – kurz und knapp:
Wenn dein CV klar ist, wird er gelesen.
Wenn er zu künstlerisch ist, kann er schnell durchs Raster fallen.
💡 Fazit
Ein guter Lebenslauf muss heute zwei Ziele erfüllen:
Von einem Computer verstanden werden.
Von Menschen sofort erkennbar sein.
Dafür musst du kein Design-Genie sein.
Hast du noch Fragen zum Thema Lebenslauf oder brauchst du einen ganz konkreten Tipp? Schreib uns gerne => NACHRICHT SENDEN
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