Wir wetten, dass Du noch nie von diesen faszinierenden, wenig bekannten Jobmöglichkeiten in der Beauty-Branche gehört hast

Visagistin für Verstorbene, Elly S., lizenzierte Bestatterin und Einbalsamiererin

Was sie tut: Als Bestatterin hat Elly viele Aufgaben – eine davon ist das Auftragen von Make-up für die Verstorbenen. Das beinhaltet alles, von einer natürlichen Anwendung bis zu einer vollen Rekonstruktionen im Fall von Verletzungen.

Wie alles anfing: „Ich habe mit 17 Jahren angefangen, bei einem Beerdigungsinstitut zu arbeiten, mit dem Ziel ein Bestatter zu werden. Ich habe meinen Abschluss im Bestattungswesen gemacht und seitdem in der Branche gearbeitet.“

Seltsamster Teil der Arbeit: „Wenn eine Familie das Make-up der verstorbenen Person mitbringt. Ich habe einige ziemlich beängstigende Sachen gesehen – wilde Farben, Sachen, die so alt waren, das sie ins Museum gehörten und Farben, die so falsch für die Person waren, dass man sich fragt, wie sie sie jemals getragen haben, ohne dass jemand etwas gesagt hat.“

Schwerster Teil der Arbeit: „Man kann Stunden damit verbringen, jemanden genau richtig aussehen zu lassen und dann stellt man sie stolz der Familie vor, die einem erzählt, dass es toll aussieht, aber dass die Beerdigung mit geschlossenem Sarg stattfindet.“

Bester Teil der Arbeit: „Anderen in einer Zeit der Not zu helfen und Menschen gut aussehen zu lassen. Oft ist die verstorbene Person krank oder in einem Pflegeheim gewesen und der Prozess der Einbalsamierung und die Anwendung von Make-up ist eine krasse Transformation. Wenn man sich lange nicht „schick“ gemacht hat, dann kann es für die Familie sehr nett sein, einen wieder so wie früher zu sehen, was beim Heilungsprozess helfen kann.“

 

 

Professionelle Läuse-Entfernerin Amy G., Besitzerin und Gründerin von Hair Whisperers, einer Firma für Läuseentfernung

Was sie tut: Als professionelle „Entlauserin“ macht Goldreyer Hausbesuche, um auf Wunsch der Eltern Läuse von Kinderköpfen zu entfernen. Es ist ein schmerzhafter Prozess, der oft vier bis fünf Stunden dauert.

 Wie alles anfing: „Mein Sohn hat im Kindergarten Läuse bekommen und ich habe ihn und seine Freunde bearbeitet – und ich fand Gefallen daran, Läuse zu finden und zu entfernen und war gut darin. Ich stellte fest, dass dies eine gute Geschäftsidee sein könnte. Ich hab €200 in Flyer investiert und die Dinge nahmen ihren Lauf. Das war vor 15 Jahren.“

Seltsamster Teil der Arbeit: Manchmal haben wir wiederkehrende Kunden, von denen wir wissen, dass sie keine Läuse haben. Sie mögen einfach die Behandlung und ich kann es ihnen nicht verdenken – im Grunde genommen kämmt jemand einem stundenlang das Haar. Dann gibt es noch Leute, die sich weigern, zu akzeptieren, dass sie keine Läuse haben – fast wie eine Geisteskrankheit.“

Schwerster Teil der Arbeit: „Die Leute davon zu überzeugen, dass die Läuse komplett entfernt wurden. Sie kämmen ihr Haar mit einem Läusekamm und diese Kämme sind so fein, dass sie viele Dinge aus dem Haar einfangen – Sand, Dreck, Shampoo, Haarspray, sogar Rückstände von Färbungen. Ein Mal hat ein Kunde mir ein Bild von einem Insekt geschickt, den er in seinem Haar gefunden hat und behauptete, es wäre eine Laus – es war ein Insekt, aber es war ein Teppichkäfer. Ein anderer schwieriger Teil ist, sicherzustellen, dass die Läuse sich nicht auf mich oder meine Mitarbeiter übertragen. Wir tragen Kopftücher und achten darauf, die Köpfe nicht anzufassen, aber ich empfehle meinen Angestellten trotzdem, einen Läusekamm in der Dusche zu haben, für gelegentliche Checks.“

Bester Teil der Arbeit: „Die Leute sind immer so glücklich, mich zu sehen, es ist schön, ihnen helfen zu können. Ich bin oft so lange bei den Leuten zu Hause, dass wir noch etwas zusammen essen.“

 

Tattoo-Künstlerin für permanentes Make-up, Dominique B., Spezialistin für Mikro-Farbinfusionen

Was sie tut: Bossavy spezialisiert sich auf die Korrektur von Narben oder anderen Anomalitäten mithilfe von permanentem Make-up. Sie tätowiert beispielsweise Brustwarzen bei Frauen, die eine Masektomie hatten und korrigiert Hautverfärbungen bei Verbrennungsopfern.

 Wie alles anfing: „Ich ließ meine Lippen in Paris machen und es war einfach schrecklich. Ich wollte jemanden finden, der es korrigiert und dabei habe ich meine Mentorin gefunden. Sie erwähnte, dass ich gut in ihrem Job sein würde, weil ich auf Details achtete. Die Idee gefiel mir und sie bot mir eine zweijährige Ausbildung an. Zunächst war ich sehr aufgeregt, aber dann habe ich festgestellt, dass wir unterschiedliche Schönheitsideale hatten. Ihre Kunden sahen für meinen Geschmack zu unecht aus. Ich liebte das Konzept, aber hasste die unnatürlichen Resultate. Jedes Mal, wenn eine schöne Frau hereinkam, wollte ich ihr zuflüstern: „Lauf weg.“ Also habe ich einen natürlicheren Weg entwickelt, um permanente kosmetische Korrekturen durchzuführen.“

Seltsamster Teil der Arbeit: „Einmal kam eine Frau zu mir, die aufgrund ihrer verpfuschten und übertriebenen Schönheitsoperationen oft in der Zeitung war. Als ich sie erkannte, wusste ich, dass ich sie nicht als Kundin übernehmen konnte – sie war jenseits von gut und böse. Ich habe ihr höflich erklärt, dass ich nicht die richtige Technik hätte und dass sie mit meiner Arbeit nicht zufrieden sein würde. Sie schrie, dass ich ihre Zeit vergeuden würde und ging. Das war ein seltsames Erlebnis.“

Bester Teil der Arbeit: „Zu sehen, wie meine Kunden sofort mehr Selbstvertrauen bekommen, ist der beste Teil meiner Arbeit. Einmal habe ich die Gesichtsnarben eines Verbrennungsopfers eingefärbt und habe zufälligerweise entdeckt, dass sich nicht nur die Farbe der Haut veränderte, die Brandnarbe wurde auch glatter und die Spannung im Narbengewebe löste sich auf. Meine Kundin konnte ihren Mund öffnen, ohne dass Zug auf die untere Partie ihrer Augen kam, was wirklich sehr aufregend war.“

 

Gesichtsabtasterin Judy H., Sinneswissenschaftlerin

 Was sie tut: Als Sinneswissenschaftlerin und Präsidentin von Fore Sense + One, ein Forschungsunternehmen, das sich auf die sinnliche Wahrnehmung von Körperpflegeprodukten spezialisiert, prüft Heylmun wie Produkte riechen, aussehen, sich anfühlen, schmecken und sich anhören – und ja, das bedeutet, dass sie manchmal wortwörtlich die Haut andere Leute abtasten muss. Sie arbeitet mit Unternehmen zusammen, um alles genau nachzuvollziehen, von wie der Wein auf die Geschmacksknospen trifft, bis zu wie gut eine Körperlotion von der Haut aufgenommen wird.

Wie alles anfing: „Die sensorische Bewertung ist ein neueres Fachgebiet. Als ich zunächst anfing, landeten Leute in der Regel in diesem Fachgebiet, weil sie Ernährungswissenschaften studierten oder als Lehrer tätig waren. Ich habe mich direkt nach dem Studium auf eine Position beworben und habe es von der Pike auf gelernt.“

Seltsamster Teil der Arbeit: Sinneswissenschaftler wollen jede Perspektive, auch wenn es sich nicht unbedingt um ihre Zielgruppe handelt. „Eine Gruppe von Männern zu bitten, Lippenstift auszuprobieren, ist seltsam,“ sagt sie. „Und mit Menschen über die Performance von persönlichen Produkten zu reden, wie Damenhygieneprodukte oder bestimmte Cremes und Gelees.“

Schwerster Teil der Arbeit: „Hautpflegeprodukte am geplanten Nutzer zu testen und ihre Beine abtasten zu müssen, nachdem sie ihre Beine rasiert oder Feuchtigkeitscreme aufgetragen haben.“

Bester Teil der Arbeit: „Neue Produkte auszuprobieren, bevor sie auf den Markt kommen. Ich liebe es auch, wenn unsere Forschung komplett die Art und Weise verändert, auf die ein Kunde das Produkt erlebt.“

 

Expertin für Special Effects Make-up, Emily K., TV-Visagistin

Was sie tut: Katz spezialisiert sich auf das Schminken von Wunden und Verbrennungen und stellte ihr Talent Sendungen wie “Lost”, “24” und “Diagnose: Mord” zur Verfügung.

Wie alles anfing: „Ich habe Erfahrungen gesammelt, die mir ermöglichen ein paar der grausigsten Looks meiner Karriere zu kreieren: Ich begann als Malerin mit etwas Erfahrung in der Bildhauerei und ich war auch eine Medizinstudentin, ich bin also in vielen medizinischen Situationen gewesen. Die Kombination dieser Fähigkeiten und die Ausbildung durch ein paar der besten Visagisten des Landes haben mir ermöglicht, meine Fähigkeiten zu perfektionieren.“

Seltsamster Teil der Arbeit: Als Visagistin geht es nicht nur darum, ein schönes Gesicht zu erschaffen, sagt Katz. „Ich habe an dem ersten BBC Film mitgearbeitet, der in Amerika gedreht wurde, „Crazy for a Kiss“. Ich musste älteren Schauspielern Bettlägerigkeitswunden verpassen und wir alle wissen, wo die sich befinden. Es war manchmal super lustig!“

 Schwerster Teil der Arbeit: „Du befindest Dich für längere Zeit im persönlichen Raum einer Person und es ist eine seltsame Art von Intimität. Es kann lustig oder albern oder extrem unangenehm sein. Teil der Arbeit ist es, Schweiß wegzuwischen, Nasen zu putzen, Hautunreinheiten zu beseitigen – Dinge, die ein Elternteil tut.“

Bester Teil der Arbeit: „Die Frauen von „Lost“ schön aussehen zu lassen, während sie voller Schmutz-, Bräunungs- und Verbrennungsprodukten waren. Wir mussten es so aussehen lassen, als ob sie wirklich auf einer Insel gestrandet wären. Es war eine Ehre den „Elle Beauty Genius Award“ für diese Arbeit entgegenzunehmen.“

 

Vajazzler Kelly M., Körperkünstlerin bei Our Little Secret Salon

Was sie tut: Mathiasen spezialisiert sich auf Waxing und „Vajazzling“, die Kunst der Anbringung von Swarovski-Kristallen im Intimbereich.

Wie alles anfing: „Ich habe in der Hautpflege gearbeitet, aber ich wollte mehr Dienstleistungen anbieten können. Waxing war unter diesen Dienstleistungen und Vajazzling war auch mit dabei. Ich dachte mir, dass das Spaß machen würde. Frauen lieben es, sich sexy und feminin zu fühlen und dies ist ein anderer Weg, ihnen dabei zu helfen, genau das zu tun.“

 Seltsamster Teil der Arbeit: Der seltsamste Teil beim Vajazzling ist tatsächlich das Waxing, das vor dem Platzieren der Kristalle passiert, sagt Mathiasen. „Es ist an sich eine verblüffende Sache, wenn man darüber nachdenkt. Ich enthaare den Intimbereich einer Person!“

 

Schwerster Teil der Arbeit: „Ich mag es nicht, anderen Menschen Schmerzen zuzufügen, aber eine glatte Leinwand für die Kristalle zu schaffen, ist Teil des Jobs. Es ist etwas unangenehm für mich.“

Bester Teil der Arbeit: „Eine meiner Kundinnen hat gesagt, dass sie von mir inspiriert war und wieder zur Schule gegangen ist, um eine Kosmetikerin zu werden. Jemand anderen inspirieren zu können fühlt sich großartig an.“

 

Bräunung mit Airbrush-Technik, Katrina B., St. Tropez West Coast, Expertin für Haut-Perfektionierungen und Inhaberin der Bronzing Boutique

Was sie tut: Brown ist eine professionelle Spray-Tannerin, die ein eigenes Unternehmen hat und einen Tanning-Service für Stars anbietet.

Wie alles anfing: „Ich bin in Australien aufgewachsen, wo die Sonne sehr stark ist und es viel Hautkrebs gibt. Ich wollte eine gesunde Art und Weise erfinden, mit der man sich bräunen kann, ohne danach orange auszusehen. Ich habe die „Bronzing Boutique“ geöffnet, die natürliche Brauntöne anbietet, die die Haut schön und strahlend aussehen lassen.“

Seltsamster Teil der Arbeit: „Meine Arbeit besteht darin, Menschen nackt zu sehen, aber es stört mich nicht – ich habe Hunderttausende nackte Menschen gesehen! In 8 Jahren Tanning habe ich nur ein unangenehmes Erlebnis mit einem männlichen Kunden gehabt, der nicht wiederkommen durfte.“

Schwerster Teil der Arbeit: „Immer zwischen den USA und Australien hin und her zu fliegen ist hart. Es macht aber auch jede Menge Spaß, ich kann mich also nicht beschweren.“

Bester Teil der Arbeit: „Kunden dabei zu helfen, eine schiefgegangene Bräunung zu korrigieren ist schön, weil sie danach so glücklich sind.“

 

 

Gesichtsbetaster

Gesichtsbetaster, auch als „Sinneswissenschaftler“ bekannt, sind die Hände hinter einigen Deiner Lieblings-Beautyprodukten. Wenn sich das merkwürdig anhört, dann liegt das daran, dass es das irgendwie ist. Der Job beinhaltet im Grunde genommen das Betasten der Gesichter von Kunden, die Produkte testen, um festzustellen, wie wirksam diese Produkte sind.

„Es ist eine Entdeckungsreise in alle Facetten eines Produkts, wie es aussieht, sich anfühlt, riecht, schmeckt, bis zu wie es sich anwenden lässt und mehr,“ sagt Sinneswissenschaftlerin Judy Heylmun. „Man schaut sich Unterschiede in der Einfachheit der Verteilung an, öliges oder fettiges Gefühl, Klebrigkeit, Absorptionsrate, etc.“ Du willst eine Karriere, die etwas mehr Handarbeit beinhaltet? Dann könnte dies gut zu Dir passen.

Hautgewebe-Entwickler

Falls Du noch nicht davon gehört hast, L’Oreal plant, menschliche Hautmit einem Bioprinter  in 3D zu drucken. Diese Innovation wird dabei helfen, auf gefahrlose Weise festzustellen, wie die menschliche Haut auf die Inhaltsstoffe eines Produkts reagieren wird. Leider konnte Liz Wu – leitende Wissenschaftlerin des L’Oreal Forschungszentrums – nicht sehr ins Detail gehen. (Was heißt, dass es wirklich eine super spannende Sache ist, Leute.)

 

Ozeanfarmer

Das „Miracle Broth von La Mer“ (nährstoffreicher Seetang, der mit „Energien von Licht und Ton“ durchdrungen ist) ist der Kern der Marke. Fun Fact: Eine Truppe Farmer erntet den Tang an der pazifischen Nordwestküste. Nachdem sie geerntet wurde, durchläuft die Alge einen drei-bis-vier-Monate andauernden Bio-Vergärungsprozess, der sie wirksamer macht – und im Prinzip zu der nobelsten Alge aller Zeiten.

 

bildquelle: g-stockstudio-shutterstock

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